12 Kugeln - 12 Fragen


Der Tod eines Studenten
Am 30.4.2009 wurde in Regensburg der 24-jährige Musikstudent Tennessee Eisenberg erschossen. Vor Ort befanden sich 8-10 Polizisten. Zwei von ihnen schossen ihre Magazine leer: 16 Kugeln wurden abgefeuert, 12 trafen Tennessee, davon 7 von hinten, eine der letzten ins Herz.


Die offizielle Version
"So berichtet Innenminister Joachim Herrmann (CSU), was sich nach den Aussagen der beteiligten Polizisten abgespielt haben soll: Am 30. April geht kurz vor 11 Uhr bei der Regensburger Polizei ein Notruf ein. Es ist Eisenbergs Mitbewohner. Eisenberg habe ihn mit einem Messer bedroht, berichtet er. Er habe aus der Wohnung fliehen müssen. Wenig später fahren Polizisten dorthin. Sie klingeln, doch niemand öffnet. Die Beamten drücken die Tür zur Wohnung im ersten Stock auf. Dann hätten sie gesehen, wie sich Eisenberg ihnen mit dem Messer nähere, sagten die Polizisten aus. Sie hätten versucht, ihn mit Pfefferspray und Schlagstock außer Gefecht zu setzen, doch Eisenberg sei weiter auf sie zugegangen. Die Beamten weichen zurück ins Treppenhaus. Dann fällt der erste Schuss.

Der habe nichts bewirkt, berichten die Polizisten, deshalb hätten sie weiter gefeuert. Aus zwei Pistolen werden 16 Schuss abgegeben. Anscheinend schossen zwei Polizisten ihre Magazine leer. Mindestens 12 Kugeln treffen Eisenberg. Er stirbt. Es sei wahrscheinlich Notwehr gewesen, sagt der zuständige Staatsanwalt nach wenigen Tagen."
(taz, 17.6.2009)


Die offiziellen Zweifel
Selbst die Staatsanwaltschaft hatte vom ersten Moment an Zweifel an der Notwehr-Hypothese:

  • „Alles spricht momentan für eine Notwehrsituation“, (Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel)
  • "mit zunehmender Ermittlungsdauer war Ruckdäschel schweigsamer geworden und hatte sich schließlich per Pressemitteilung weitere Nachfragen verbeten. Zuletzt wollte er sich gegenüber der Süddeutschen Zeitung nicht mehr zur Frage äußern, ob die Polizeibeamten nun in Notwehr gehandelt hätten oder nicht. (Regensburg Digital, 19.7.2009)

Die Zweifel der Aussenstehenden
Bis heute wurde die Öffentlichkeit durch die Staatsanwaltschaft nur unzureichend und widersprüchlich informiert.
Dies führt auf Seiten der Regensburger Bürgerschaft zu Ohnmacht, Kopfschütteln, Unverständnis sowie einem allgemeinen Misstrauen gegenüber der Staatsmacht.


Ziel dieser Seite
Um dem allgemein herrschenden Informationsdefizit entgegenzuwirken, setzt sich diese Seite zum Ziel folgendes zusammenzufassen:
  • Was ist bisher an Informationen (scheinbar) gesichert? (12 Fakten)
  • Welche Fragen sind nun am dringendsten zu klären? (12 Fragen)
  • Was wurde bisher in der Presse zum Fall veröffentlicht? (12 Artikel)
  • Was sind die Meinungen der Bürger zu dem Vorfall? (12 Meinungen)